Am 28.02.2026 war es nun endlich soweit. Unser längstes Auswärtspiel der Saison fand auf der Zweibahnanlage in Liebstadt statt. Nicht nur, dass wir 6h bei bestem Wetter auf der Bahn verbringen durften, so hatten wir auch schon im Vorfeld nahezu jedes tabellarische Szenario dieses spannenden Spieltages durchgekaut. Kommen wir nun zum sportlichen Teil.
Als erstes durfte sich André gegen Jens Ansorge messen. In einem spannenden Schlagabtausch mit häufigen Führungswechseln gewinnt André mit den letzten Kugeln 2:2 und 519:516. Gerade seine 178 Räumer (die drittbesten des Tages) zeigten sein ruhiges und konstantes Spiel.
Als zweites durfte ich mich das erste Mal auf dieser Bahn gegen Filip, Bernd beweisen. Ich kam ganz gut rein und führte nach der Hälfte 2:0 (245:232). Leider verlor ich danach die Spannung. Es schlich sich der Gedanke ein, dass ich die Bahn doch ganz gut angenommen hatte. Dadurch verlor ich wohl zu sehr die Führung in meinem Arm. Das 2:2, 466:482, ließ mich dann doch verständnislos zurück. Wieder eine Erfahrung mehr, wenn auch keine schöne.
Als drittes hofften wir, dass Sven aus meinen Fehlern lernte. Gegen Steffen Ewald startete er, mit fulminanten 280 Holz und einer 2:0 Führung. Wir wussten nicht warum, aber auch Sven hatte in der zweiten Hälfte komplett den Faden verloren. Sein hohes Tempo wurde kompromisslos von der Bahn bestraft. Mit 2:2 und 514:524 hatten wir auch den dritten Punkt unnötigerweise abgegeben.
An Nummer Vier war unser Frank gegen Volker Zechel an der Reihe. In der Hoffnung, dass er die Wende einleitet, saßen wir gespannt hinter ihm. Er machte es taktisch besser und erspielte sich (ähnlich wie André) ein 1:1, mit -4 Holz, zur Halbzeit. Auf der dritten Bahn hatte er dann noch mal 16 Holz eingebüßt. Da er nahezu jedes Pärchen einzeln räumte, konnte er seine Stärke in den Räumern diesmal nicht ausspielen. Leider wurde es auch auf der vierten Bahn (mit seinen einzigen 4 Fehlern) nicht besser und so endete das vierte Duell ebenfalls mit einem Punkt für Liebstadt (1:3, 540:499).
Mit 64 Holz Rückstand im Rücken durfte Sebastian gegen Uwe Wojack starten. In seinem ebenfalls wechselhaften Spiel hat er sich, mit 538:538, 2:2, zumindest einen halben Punkt erkämpft. Was er in den Vollen einbüßte, konnte er mit einem präzisen Räumerspiel wieder aufholen. Gerade die 62 Holz auf der letzten Bahn
zeigten allen, dass es doch geht.
Für Micha hieß es bei -64 Holz nur noch Ergebniskorrektur und Selbstvertrauen nach dem Gröditz-Spiel tanken. Mit Marcus Kristmann hatte er den stärksten Liebstädter Spieler als Kontrahenten. Nach dem Punktgewinn auf der starken ersten Bahn, musste er leider nach und nach weiter Federn lassen. Mit starken 550:573, 1:3, hatte er sich dennoch am besten von uns verkauft. Die 8 Fehler zeigten, woran es gelegen hatte.
So endete ein spannender Wettkampf in Liebstadt mit 3173:3086 und 6,5:1,5 für die Heimmannschaft. Damit hat wieder eine Mannschaft gegen uns eine ihrer besten Saisonergebnisse gespielt. Dennoch haben wir die Gastgeschenke auch selber mit verteilt. Es war gegen sympathische Gastgeber trotzdem ein schöner Wettkampf mit angenehmen Gesprächen in lockerer Atmosphäre. Da Sörnewitz parallel in Gröditz nur ein Unentschieden geholt hat, haben wir in den letzten beiden Spiele weiterhin alles selbst in der Hand. Die Ziele sind klar. Gegen DSV II wollen wir in zwei Wochen unsere Heimspielsaison ohne Punktverlust beenden. Weitere zwei Wochen danach spielen wir bei sympathischen Bernsdorfern einen spannenden Saisonabschluss. Seid gespannt wohin die Reise geht. Bis dahin weiter fleißig trainieren und schön austrinken.
Auf geht’s Ultras Einheit!

