Zum Nachholspiel führte uns der Weg nach Hellerau-Klotzsche. Dort warteten die schwer zu bespielenden Bahnen des heimischen VfB auf uns.
Es war bereits unser drittes Auswärtsspiel in Folge, und mit schwierigen Bahnen hatten wir zuletzt keine besonders guten Erfahrungen gemacht. Einen kleinen Vorteil sahen wir allerdings darin, dass der stärkste Spieler der Gastgeber gerade im Urlaub weilte. Damit schienen unsere Chancen auf einen Auswärtssieg durchaus gestiegen zu sein.
Den Anfang machten der wiedergenesene Thomas gegen Roland Dittel und ich gegen Peter Gottof.
Thomas legte mit 123 Holz einen guten Start hin, musste aber dennoch die erste Bahn abgeben. Danach ließ er jedoch nichts mehr anbrennen und sicherte sich die Satzpunkte auf den verbleibenden drei Bahnen. Am Ende standen für ihn 499 Holz auf der Anzeige. Nun kann man lange darüber grübeln, wo er wohl das eine fehlende Holz liegen gelassen hat. Uns war das allerdings egal, denn der erste Mannschaftspunkt war eingefahren! Sein Gegner kam lediglich auf 442 Holz.
Mein Kontrahent hatte mit einem lädierten Knie zu kämpfen und konnte deshalb nur aus dem Stand spielen. Ein Anlauf war für ihn nicht möglich. So mühte er sich redlich, kam am Ende aber nicht über 438 Holz hinaus – an diesem Tag einfach zu wenig. Ich selbst spielte zwar nicht überragend, dafür aber recht sicher. Mit vier Satzpunkten und insgesamt 503 Holz sicherte ich mir nicht nur den Mannschaftspunkt, sondern auch den Tagesbestwert.
Damit hatten wir uns zur Halbzeit bereits einen ordentlichen Vorsprung erarbeitet. Kein Wunder, schließlich hatte unser „Ü-60-Durchgang“ ganze Arbeit geleistet! Nun waren wir gespannt, wie sich unsere „U-60-Senioren“ schlagen würden.
Fred war gesundheitlich noch immer angeschlagen und musste gegen Jens Menzel antreten. René hatte Wolfgang Wünsch auf der Nachbarbahn. Die Bahnen waren Rene noch in schlechter Erinnerung geblieben, denn bei der Stadteinzelmeisterschaft vor zwei Jahren war er dort überhaupt nicht zurechtgekommen.
Fred erging es zunächst ähnlich wie Thomas: Er gab die erste Bahn mit 110:122 Holz ab. Anschließend steigerte er sich jedoch und holte die nächsten beiden Satzpunkte. Vor der Schlussbahn hatte er sich einen Vorsprung von 20 Holz erarbeitet. Doch dann wurde es noch einmal spannend! In die Vollen verlor er lediglich zwei Holz, doch im Abräumen wollte plötzlich nichts mehr gelingen. So schmolz sein gesamter Vorsprung dahin. Trotz eines ausgeglichenen Satzpunktverhältnisses von 2:2 ging der Mannschaftspunkt bei 454:458 Holz knapp an die Gastgeber.
René hingegen hat inzwischen gelernt, auch mit schwierigen Bahnen umzugehen. Gegen Sportfreund Wünsch spulte er seine 120 Wurf souverän herunter und kam am Ende auf 499 Holz – exakt das gleiche Ergebnis wie Thomas! Mit 3,5:0,5 Satzpunkten sicherte er sich den Mannschaftspunkt. Bei ihm bin ich mir sicher, dass er die 500-Holz-Marke geknackt hätte, wenn ihm ein Fehler weniger unterlaufen wäre. Immerhin standen bei 172 Abräumern insgesamt neun Fehler zu Buche!
Am Ende war die Freude groß: Mit einem 5:1-Erfolg und 1954:1775 Holz konnten wir endlich unseren ersten Auswärtssieg in der OKV-Liga feiern!
Auch das Gesamtergebnis fiel dabei recht deutlich zu unseren Gunsten aus.
Ein besonderer Dank geht an unseren Ersatzmann Frank Schade und Edelfan Sebastian für ihre Unterstützung!
In der kommenden Woche dürfen wir endlich wieder auf unseren heimischen Bahnen antreten. Dann begrüßen wir den SV Johannstadt 90 bei uns. Wir freuen uns auf die nächste Begegnung und hoffen, den Schwung aus diesem Auswärtssieg mitnehmen zu können!


