Gebrauchte Sterne am Kegelhimmel – Senioren gehen in Pesterwitz unter

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Sterne am Kegelhimmel für unsere Seniorenmannschaft gerade nicht so günstig stehen. Warum? Am 5. Spieltag in Pesterwitz mussten wir neben einem Urlauber auch auf Thomas verzichten, der sich noch immer nicht von seiner Verletzung erholt hat. Doch das sollte längst nicht unser einziges Problem bleiben. Dazu im Bericht mehr.

Im ersten Durchgang gingen unser Ersatzmann Christian (vielen Dank für Deinen Einsatz!) gegen Andreas Boohs und ich gegen Gunter Israel auf die Bahn. Christian kennt die Anlage in Pesterwitz und hatte uns bereits im Vorfeld gewarnt, dass es ein schweres Spiel werden würde. Sein eigenes Spiel bestätigte diese Einschätzung eindrucksvoll – allerdings nicht im positiven Sinne: Mit 93 – 102 – 120 – 110 kam er auf insgesamt 425 Holz. Gegen den stark aufspielenden Sportfreund Boohs war damit kein Blumentopf zu gewinnen, denn dieser kam auf den Tagesbestwert von 517 Holz.

Ich machte es gegen Sportfreund Israel deutlich spannender. Allerdings lief ich von Beginn an den 20 Holz hinterher, die er mir bereits auf der ersten Bahn abgenommen hatte. Nach drei Bahnen stand es 2:1 für mich, und ich brauchte nur noch einen halben Punkt, um den Mannschaftspunkt einzufahren. Doch daraus wurde leider nichts: Die letzte Bahn verlor ich denkbar knapp mit 131:132. Damit endete das Duell 2:2 nach Satzpunkten, aber mit 499:496 Holz zugunsten von Gunter Israel. Ärgerlich knapp vorbei!

Nun sollten Fred gegen Stefan Leonhardt und Rene gegen Werner Müller das Ruder noch herumreißen. Mit der zweiten Bahn – für Insider: Bahn 1 – kam er allerdings überhaupt nicht zurecht. Magere 106 Holz waren das ernüchternde Ergebnis. Doch damit nicht genug: Gleich zu Beginn der dritten Bahn kam der nächste Rückschlag. Fred zog sich eine Verletzung zu, vermutlich eine Zerrung – ich bin schließlich kein Arzt! Einen Ausfallschritt konnte er danach nicht mehr machen, was die Kugeln entsprechend übelnahmen. So endete sein Spiel mit 1:3 Satzpunkten und 457:478 Holz.

René bekam die Tücken der Anlage ebenfalls gleich auf der ersten Bahn zu spüren. Gerade einmal 98 Holz standen zunächst zu Buche. Doch er biss sich durch, kämpfte sich Bahn für Bahn zurück und machte Holz um Holz gut. Die zweite Bahn konnte er für sich entscheiden, die dritte teilte er sich mit seinem Gegner und auf der letzten Bahn machte er mit einem weiteren Satzpunkt den Sack zu. Mit 2,5:1,5 Satzpunkten und 459:442 Holz sicherte er uns damit den einzigen Mannschaftspunkt des Tages.

Am Ende stand ein ernüchterndes Ergebnis auf dem Spielbericht: 1:5 Mannschaftspunkte und 1837:1936 Holz. Anders gesagt: Wir gingen in Pesterwitz regelrecht unter. Bleibt zu hoffen, dass sich unser Verletztenlager bis zum nächsten Spieltag in zwei Wochen etwas lichtet. Denn eines ist sicher: In Hellerau wird es bestimmt nicht einfacher. Vielleicht stehen die Sterne am Kegelhimmel dann endlich wieder etwas günstiger für uns!

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